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Mit dem Baby nach Italien: Das müssen Eltern wissen

Auch Eltern mit Baby können sich auf Reisen nach Italien wohl fühlen und müssen sich keine größeren Sorgen machen. Wichtig zu wissen ist allerdings...

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Angenehm warmes Wetter, schöne Strände und überall gutes Essen: Italien gilt als eines der liebsten Urlaubsziele der Deutschen. Eltern mit Baby aber zögern, wenn es um längere Reisen geht, denn sie möchten ihr Kind auch in der Ferne gut behütet und sicher wissen. Dass sich Italien jedoch auch hier ganz besonders hervortut, liegt auf der Hand. Dennoch sollten Eltern rechtzeitig vor der Reise einige Dinge wissen. 

Anreise nach Italien: Lange Fahrten sind stressig 

Wer per PKW nach Italien reisen möchte, kann das grundsätzlich tun. Von Deutschland aus braucht es lediglich eine lange Route gen Süden, bis das gewünschte Reiseziel erreicht ist. Mit Baby allerdings können lange Fahrten zum Problem werden. Selbst Italien als beliebtes Reiseland nämlich verlangt Familien Fahrtzeiten von mehreren Stunden ab. Von Frankfurt aus dauert es beispielsweise achteinhalb Stunden bis an den Gardasee, neun Stunden bis nach Genua und ganze 15 Stunden bis nach Bari. Babys, die häufig Hunger haben und zwischendurch immer wieder die Nähe ihrer Eltern brauchen, halten solch lange Fahrten nur schwer aus. Eltern müssten dann zahlreiche Pausen einplanen, was die letztendliche Fahrtzeit aber deutlich verlängern würde.

Daher sind Flugreisen nach Italien für Eltern mit Baby empfehlenswerter. Von Frankfurt nach Genua sind sie dann nur eineinhalb Stunden unterwegs und bis nach Bari zwei Stunden. Zudem können sie ihrem Baby auch über den Wolken sehr viel besser gerecht werden, es bedürfnisorientiert stillen und füttern. Am Urlaubsort angekommen braucht es oft nicht lange, bis die gebuchte Unterkunft erreicht ist und die gesamte Familie kann stressfreier in den Urlaub starten. Es empfiehlt sich, bei Pauschalreisen darauf zu achten, dass auch der Transfer vom Flughafen zur Unterkunft und umgekehrt inkludiert ist. Dann müssen Eltern nicht zusätzlich nach Taxis, Bussen oder Mietwagen suchen. 

Wichtig zu wissen ist, dass auch ein Baby nicht ohne Pass ins Ausland reisen darf. Selbst innerhalb der EU gilt diese Vorgabe. Für Kinder unter zwölf Jahren reicht es aus, einen Kinderreisepass zu beantragen. Genauere Informationen hierzu finden Eltern unter bmi.bund.de. Die frühere Regelung, dass Kinder in den Reisepass ihrer Eltern eingetragen werden können, ist schon lange hinfällig. Um Stress vor der Anreise zu vermeiden, sollte der Kinderreisepass daher rechtzeitig ausgestellt werden. Möglich ist das für gewöhnlich bei der zuständigen Gemeinde.  

Unterkünfte und Kinderfreundlichkeit in Italien 

Gute Nachrichten für urlaubsreife Eltern: Italiener lieben Kinder! Egal an welchen Ort innerhalb Italiens die Reise führt, werden Eltern und ihr Baby stets freundlich und warmherzig begrüßt. Auch in Restaurants und anderen öffentlichen Plätzen ist Italiens Bevölkerung sehr verständnisvoll. Ärger wegen eines weinenden Babys müssen Eltern also nicht befürchten. Im Gegenteil: Oft sind Italiener sehr hilfsbereit und fühlen mit. Nicht zuletzt das dürfte der Grund dafür sein, dass Italien auch im Reisemonitor des ADAC zu den drei beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen zählt. Lediglich Reisen innerhalb Deutschlands und nach Spanien sind noch etwas beliebter. 

Baby am Meer

Eine Unterkunft in Strandnähe ist für die ganze Familie schön.

Was die Unterkunft in Italien betrifft, können sich Eltern zwischen Ferienwohnungen und Hotels entscheiden. Eine Ferienwohnung eignet sich für all jene, die sich gerne selbst versorgen möchten. Im Hotel hingegen kümmert sich das Personal um die Verpflegung und es stehen entsprechende Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung. Für Eltern mit Baby empfiehlt sich daher ein Hotelurlaub, da sie hier auch selbst etwas entspannen können, ohne die alltäglichen Pflichten von zuhause mitzubringen. Wer nah einer Unterkunft sucht, sollte solche bevorzugen, die explizit für Familien geeignet sind. In der Suchmaske von nix-wie-weg.de kann anhand spezieller Bedürfnisse von Familien gefiltert werden.  

Das gehört in den Reisekoffer

Eine Reise mit Baby – ganz besonders die erste überhaupt – ist ein spannendes Unterfangen. Oft wissen Eltern nicht, welche Dinge sie im Urlaub wirklich benötigen und packen viel zu viel ein. Daher hilft es, vorab genau zu überlegen, worauf das Baby keinesfalls verzichten kann und was in Bezug auf Pflege, Schlaf und Ernährung unabdingbar ist. Zur Grundausstattung im Urlaub mit Baby gehören daher: 

  • ausreichend Kleidung (auch für veränderliches Wetter), 
  • Sonnenschutz (Creme, Hut und Baumwolljäckchen),
  • Buggy, Wagen oder Tragetuch, 
  • Fläschchen, Milchpulver, Brei und Löffel (je nach Alter), 
  • Windeln, Schwimmwindeln und Feuchttücher, 
  • Desinfektionsspray, 
  • Schmusetier, Spielzeug und Spieluhr, 
  • Babyshampoo, 
  • Schnuller,
  • Lätzchen, 
  • und ggf. eine Schwimmhilfe.

Hinzu kommt, dass Familien auch an die Reiseapotheke denken sollten. Wird das Baby im Urlaub krank, können sie so ersten Symptomen entgegenwirken auch kleinere Wehwehchen schnell lindern. In die Reiseapotheke sollten 

  • Fieberthermometer und Fiebersaft (oder Zäpfchen), 
  • Zahnungsgel, 
  • Pflaster, 
  • Nasenspray, 
  • Wundsalbe, 
  • Kühlgel bei Insektenstichen, 
  • Hustensaft 
  • und Elektrolytpulver für den Fall einer Magen-Darm.Erkrankung 

gepackt werden. Auch Medikamente, die das Baby eventuell ohnehin regelmäßig einnehmen muss, dürfen im Urlaub nicht fehlen. 

Weitere Informationen für Eltern

Italien gilt als sicheres Reiseland. Auch Eltern mit Baby können sich hier auf Reisen wohl fühlen und müssen sich keine Sorgen hinsichtlich größerer Gefahren machen. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass sich das italienische Trinkwasser laut wasserqualität-trinkwasserqualität.dein den letzten Jahren zwar erheblich verbessert hat, aber dennoch nicht uneingeschränkt für die Zubereitung von Milch oder auch als Trinkwasser für Babys eignet. Daher lohnt es sich, Wasserflaschen aus dem Supermarkt zu verwenden. 

Baby im Pool

Lieber nicht: Ein zu langes Bad in kühlem Wasser kann dem Baby schaden.

Sollte das Baby in Italien so krank werden, dass ein Arztbesuch notwendig ist, gibt es genügend Adressen, die schnelle Hilfe bieten. Unter italien.diplo.de finden Eltern eine Liste mit deutschsprachigen Ärzten in Italien, die jederzeit zur Verfügung stehen. Es lohnt sich, diese Liste auszudrucken, um im Ernstfall schnell handeln zu können. 

Ein letzter wichtiger Punkt, wenn es um den Urlaub mit Baby geht: Der kleine Körper ist noch nicht gut in der Lage, seine Temperatur zu halten. Anders als bei Erwachsenen und älteren Kindern droht Babys in zu kaltem Wasser schnell eine Unterkühlung. Sowohl im Meer als auch im Pool sollten Babys daher nur sehr kurz baden oder ausschließlich mit den Füßen planschen. 

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